TTV 1 gewinnt hauchdünn in Allendorf/Lumda

Zum Rückrunden-Auftakt in der Oberliga Hessen gelang dem TTV zwar ein knapper, dafür aber umso wichtiger Sieg beim Nachbarn aus Allendorf/Lumda. Der 9:7-Erfolg ist umso beachtlicher, als der TTV ohne seinen weißrussischen Punktegaranten Andrei Tsiarokhin auskommen musste und die Partie beim Zwischenstand von 2:5 Punkten schon mehr als nur auf der Kippe stand. „Es gab einige unerwartete Spielausgänge in der zweiten Halbzeit der Partie. Das war ein sehr intensives Wechselbad der Gefühle“, so Team-Kapitän Carsten Zulauf nach dem Spiel.

 

Nach den Anfangsdoppeln lag der TTV erwartungsgemäß mit 2:1 Spielen in Führung. Ebenso erwartungsgemäß gingen dann die folgenden drei Einzel an die Gastgeber. Nicht eingeplant war dagegen die anschließende Niederlage von Jochen Schmitt gegen Nico Grohmann, die das 2:5 aus Sicht des TTV bedeutete. Damit war der TTV zu diesem Zeitpunkt nicht nur im hinteren Paarkreuz extrem unter Zugzwang, sondern auch in allen weiteren Matches des Tages. Mit zwei Siegen im hinteren Paarkreuz, darunter ein souveräner Sieg von TTV-Youngster Michael Fuchs gegen Krupenkow, verkürzte der TTV zunächst auf 4:5.

 

Nunmehr aber musste aus den folgenden beiden Partien im vorderen Paarkreuz mindestens ein TTV-Überraschungssieg her, um überhaupt im Rennen auf einen Punktgewinn zu bleiben. Hoffnung keimte auf als Gasio den ersten Satz gegen Marco Grohmann gewann. Allerdings gingen die beiden nächsten Sätze an Grohmann, so dass die Hoffnung wieder etwas schwindete. Gasio aber ließ sich nicht abschütteln und entschied den vierten Satz für sich. Im fünften Satz drehte er dann einen Rückstand von 7:9 Punkten in ein hauchdünnes 11:9 und sorgte somit für den ersehnten TTV-Punkt und für den Ausgleich zum 5:5.

 

Gleichzeitig bot Matas Vilkas am anderen Tisch dem kubanischen Nationalspieler in Diensten von Allendorf/Lumda, Livan Martinez, Paroli auf höchstem Niveau. Von den ersten beiden Sätzen ging je ein Satz an Vilkas und Martinez, eher der dritte Satz in der Verlängerung an Matas Vilkas ging. Im vierten Satz ließ sich Vilkas auch von einem schlechten Start mit 0:3 Punkten nicht aus der Ruhe bringen. Der Litauer hatte im offenen Schlagabtausch immer bessere Antworten parat. Er glich kurz vor Satzende zum ersten Mal aus um dann am Ende die Überraschung in vier Sätzen perfekt zu machen. „Matas hat sich in der Vorrunde ein wenig unter Wert verkauft – heute hat er gezeigt, zu was er fähig ist“, so Carsten Zulauf.

 

Die knapp 6:5-Führung konnte der TTV dann durch einen Sieg im mittleren Paarkreuz von Zulauf gegen Nico Grohmann und im hinteren Paarkreuz gegen Krupenkow halten, so dass das Schlussdoppel die Entscheidung bringen musste. Fast hätte es des Schlussdoppels gar nicht bedurft, denn Michael Fuchs legte furios los gegen Volkmann, verlor aber anschließend völlig den Faden und verlor die Partie.

 

Im Schlussdoppel gingen für den TTV Gasio/Vilkas, also die „Helden der zweiten Halbzeit“ des TTV an den Tisch. Und sie knüpften nahtlos an die hervorragenden Leistungen im Einzel an. Am Ende stand ein umjubelter 3:1-Sieg zu Buche, der dem TTV auch den 9:7-Gesamtsieg einbrachte.

 

„Am Ende sind es nur zwei Punkte gegen das Tabellenschlusslicht, die wir geholt haben. Aber die Art und Weise war überragend. Wir haben nie aufgegeben und sind zurückgekommen. Das gibt uns enormen Rückenwind für die kommenden Aufgaben“, so Mannschaftsführer Carsten Zulauf.