Die neuen Gesichter des TTV Stadtallendorf

Daniel Ott

Mit Daniel Ott begrüßen wir einen jungen, motivierten Spieler aus der Region neu beim TTV. In der vergangenen Saison spielte der 19-jährige kompromisslose Angreifer beim TTC Kellerwald in der Bezirksoberliga und wagt bei uns nunmehr den Schritt in die Verbandsliga. Daniel wohnt gemeinsam mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder Michael in Gemünden.

Die Familie hat russische Wurzeln, denn die Eltern von Daniel wurden in Kasachstan geboren. Daniel macht derzeit eine Ausbildung bei der Firma Reinhardt, hat also auch ohne Tischtennis bereits einen Bezug zu unserer Stadt. Seine Ausbildung wird er aller Voraussicht nach im Mai 2020 beenden.

 

Daniel freut sich auf die sportliche Herausforderung TTV Stadtallendorf. Er legt eine große Motivation an den Tag und hat damit schon einige seiner Mitspieler in der „Boygroup“ TTV 2 infiziert – will heißen, dass schon in den Sommermonaten das ein oder andere Extra-Training auf seine Veranlassung hin stattgefunden hat. Mit seinem aktuellen TTR von 1767 ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Die 1800-Punkte-Marke ist fest anvisiert.  

Guillermo Gasio

Er hat noch nicht einmal für den TTV aufgeschlagen, aber einen Spitznamen hat er ob seiner Herkunft bereits: „Speedy Gonzales“ wird er im Vorstand genannt. Die Videos und Aussagen seiner früheren Mitspieler lassen vermuten, dass der Spitzname nicht allzuweit hergeholt ist.

Sebastian Oehlmann hat einige Jahre mit Guillermo in Mainz zusammen in der Oberliga-Mannschaft gespielt und ist begeistert von unserer Neu-Verpflichtung. „Mit ihm habt ihr einen guten Spieler verpflichtet. Ihr werdet viel Freude an ihm haben“, so der Wortlaut der Nachricht, die Sebastian kurz nach Veröffentlichung der Verpflichtung an den TTV geschrieben hat.

Guillermo lebt trotz seiner erst 18 Lenzen bereits seit drei Jahren in Deutschland, genauer in Eilenburg bei Leipzig. Dort befindet sich ein Trainingszentrum mit Fokus auf Spielern aus Südamerika. Guillermo selbst sagt, dass er sich dort spielerisch sehr viel besser weiterentwickeln kann als in Mexiko selbst und dass er sich aus diesem Grund vor einigen Jahren dazu entschieden hat, dauerhaft nach Deutschland zu kommen. Unter der Woche trainiert Guillermo zweimal täglich je 2,5 Stunden. Am Wochenende steht dann, sofern keine Spiele sind, nur einmal Training am Tag auf dem Programm. Am Ende kommt er so auf 30 Stunden Tischtennis in der Woche.

Guillermo kommt ursprünglich aus Monterrey, einer Stadt im Norden Mexikos. Dort lebt seine Familie bis heute. Er ist der jüngste Spross der Gasio-Familie und hat noch einen Bruder sowie eine Schwester. Einmal im Jahr, in der Regel von Mitte Dezember bis Mitte Januar, besucht Guillermo seine Familie zuhause in Mexiko.

 

In der vergangenen Saison hat Guillermo für die zweite Mannschaft des TTC Lampertheim in der Hessenliga gespielt und war dort einer der besten Spieler der Liga. Bei seinen wenigen Einsätzen im Drittliga-Team der Lampertheimer wusste er zu gefallen. Der Lampertheimer Vereinsvorsitzende Uwe van gen Hassend erwähnte als eine der Stärken von Guillermo, dass er sich mit dem Gegner steigern kann.  

Peter Smallcombe

Der englische Tischtennis-Legende Alan Cooke sagt über Peter Smallcombe: „Er ist ein junger, ambitionierter Spieler. Er arbeitet Tag für Tag daran, sich weiterzuentwickeln und zu verbessern“. Und Alan Cooke muss es wissen – er ist als Nationaltrainer zuständig für die besten Nachwuchsspieler Englands. Mit Cooke hatten wir einen gewichtigen Fürsprecher, der den Wechsel von Peter zum TTV Stadtallendorf positiv begleitet hat. Ansonsten hätten wir einen englischen Nachwuchsspieler eines solchen Kalibers wohl kaum verpflichten können.

Peter ist auf den sozialen Netzwerken sehr aktiv. Der 16-Jährige lässt die Tischtennis-Welt an seinen Erfahrungen teilhaben und berichtet u.a. von Trainingslagern mit der Nationalmannschaft und von Turnieren.

Von seinen Eltern erhält Peter große Unterstützung. Entweder Vater oder Mutter sind immer mit dabei, wenn Peter unterwegs ist. Die Familie lebt in Jarrow, unweit entfernt von Newcastle im Norden Englands. Vom dortigen Flughafen wird Peter einfliegen, wenn er für den TTV im Einsatz sein wird.

Deutschland ist für ihn dabei kein Neuland. Bereits 2018 besuchte er für einen Lehrgang die TT-Schule in Grenzau und auch im August 2019 war Peter für eine Woche dort vor Ort.

 

„In Deutschland habe ich einfach bessere Möglichkeiten, mich zu entwickeln. Hier ist die Dichte an Trainingspartnern einfach unschlagbar groß. Ich freue mich in Zukunft nicht nur zum trainieren nach Deutschland zu kommen, sondern auch für den TTV in der Runde aufschlagen zu können“, sagt der sympathische Engländer.  

Andrei Tsiarokhin

Mit dem jungen Weißrussen Andrei Tsiarokhin ist dem TTV noch ein spektakulärer Last-Minute-Transfer gelungen. Trotz seines jungen Alters von 18 Jahren ist Andrei in Hessen und Deutschland kein Unbekannter. In den letzten Spielzeiten trug Andrei das Trikot des SVH Kassel. Er kam dort vorwiegend in der zweiten Mannschaft zum Zug. „Die Konkurrenz in Kassel war einfach zu groß. Beim TTV Stadtallendorf kann ich dagegen nun in der Oberliga spielen. Darauf freue ich mich sehr“, so Tsiarokhin.

Dabei hatte der junge Linkshänder locker das Potenzial, um in Kassel in der ersten Mannschaft zu spielen. Jedenfalls wusste er dort bei seinen Einsätzen stets zu überzeugen (3:1 Siege). Aber auch in der Hessenliga machte Andrei auf sich aufmerksam und erspielte eine positive Bilanz im vorderen Paarkreuz. Dabei gelangen ihm unter anderem Siege gegen die beiden Ex-TTV’ler Michal Kuternozinski und Sebastian Oehlmann.

 

Andrei lebt und trainiert in Minsk und gehört dem erweiterten weißrussischen Nationalkader an. Sein normaler Tagesablauf sieht zweimaliges Training vor. Gebracht hat es bereits etwas. Trotz seines jungen Alters ist Andrei amtierender weißrussischer Meister im Mixed. Er ist Linkshänder und eröffnet dem TTV damit gerade in den Doppeln eine erhöhte Flexibilität. Andrei wird dem TTV aufgrund seiner Verpflichtungen in Weißrussland mit dem Nationalteam nicht in allen Spielen zur Verfügung stehen.  

Matas Vilkas

Matas Vilkas ist der erste Litauer im Trikot des TTV. Nichtsdestotrotz verfügt der 25-Jährige bereits über Erfahrungen in anderen europäischen Ligen und war zuvor jahrelang in den beiden höchsten Spielklassen in Belgien aktiv. In der vergangenen Saison spielte er zuhause in Litauen für den Tischtennis-Verein Nauju in der litauischen Bundesliga. Nun aber hat ihn dann doch wieder das Fernweh gepackt und er hat beim TTV angeheuert. Angebote lagen ihm auch aus anderen europäischen Ländern vor, insbesondere auch aus Frankreich. Aber weil viele Landsleute von Matas in Deutschland spielen und er nur Gutes von Ihnen gehört hat, hat er sich für den TTV entschieden.

Matas ist verheiratet und bezeichnet sich selbst als Halbprofi. Gemeinsam mit seiner Frau lebt er in der litauischen Hauptstadt Vilnius. Im September packen die beiden die Koffer und machen sich auf zu einer zweiwöchigen Reise nach Asien. Den Tischtennis-Schläger lässt Matas dabei zuhause.

 

Vor und nach der Auszeit aber steht Matas täglich am Tisch. Zusätzlich dazu hält er sich mit Fußball und Joggen fit. Seinen Spielstil beschreibt Matas als kontrolliert offensiv. Matas freut sich darauf, sich im vorderen Paarkreuz mit den besten Spielern der Oberliga zu messen. „Deutschland ist bekannt für seine hohes Spiel-Niveau. Nicht nur in den Bundesligen, sondern gerade auch in den Regional- und Oberligen“, so Matas.