TTV erkämpft Remis gegen Regionalliga-Spitzenreiter

 

In einem an Spannung kaum zu überbietenden Spiel hat der TTV Stadtallendorf gegen den bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer TTC Bergneustadt ein unerwartetes Remis erkämpft. Diese Leistung ist umso bemerkenswerter wenn man bedenkt, dass der TTV auf Adam Janicki verzichten musste, der vom HTTV für ein internationales Turnier nominiert worden war und dem Team aus diesem Grund fehlte.

 

„Solche unerwarteten Punktgewinne können in der Endabrechnung durchaus entscheidend sein, insbesondere weil keiner unserer Konkurrenten bislang gegen Bergneustadt punkten konnte“, sagt Ara Karakulak, der neben seinem Sieg im vorderen Paarkreuz gegen Kushov auch das wichtige Schluss-doppel an der Seite von Patryk Jendrzejewski gewinnen konnte.

 

Dabei sah es zu Beginn der Partie alles andere als rosig für den TTV aus. Nach den Doppeln und den ersten beiden Einzeln lag das Team bereits mit 1:4 Spielen hinten, wobei sowohl Schmitt/Pindura als auch Jendrzejewski jeweils unglücklich im fünften Satz unterlagen. Auch die Niederlage von Zulauf/Pociask gegen Broda/Duda war vermeidbar, denn nach gewonnenem ersten Satz führte das Duo in den Sätzen 2 und 3 bereits deutlich, ließ sich dann aber wieder das Heft aus der Hand nehmen.

 

Im mittleren Paarkreuz verkürzen Schmitt gegen Eggers und Zulauf gegen Broda auf 3:4. Kurze Zeit später war der alte Rückstand aber wiederhergestellt, denn Pindura unterlag Duda und auch Pociask zog gegen Hollweg etwas überraschend den Kürzeren.

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit revanchierten sich Jendrzejewski und Karakulak für die beiden Niederlagen im ersten Durchgang und schafften damit den erneuten Anschluss für den TTV. An Dramatik kaum zu überbieten waren die anschließenden Matches von Schmitt gegen Broda und Zulauf gegen Eggers. Beide TTV-Akteure lagen bereits mit 0:2 Sätzen zurück, kämpften sich aber in der Folge zurück in die Partie und erzwangen einen Entscheidungssatz. Während Zulauf knapp mit 9:11 in diesem unterlag, schaffte Schmitt das Kunststück, einen 6:10-Rückstand noch in einen 12:10-Sieg zu verwandeln.

 

Beim Stand von 6:7 spielte Pindura gegen Hollweg groß auf und gewann die ersten beiden Sätze sicher. Dann ließ er sich etwas das Heft aus der Hand nehmen und musste sogar den Satzausgleich hinnehmen. Im fünften Durchgang aber behielt er die Nerven und glich erstmals in der Partie für den TTV aus.

 

Leider nicht seinen besten Tag erwischte Gregor Pociask, der zwar aufopferungsvoll gegen Duda kämpfte, im entscheidenden fünften Satz aber zu schnell in den Rückstand geriet und schlussendlich auch die Partie verloren geben musste.

 

Auf das Spitzendoppel des TTV, Jendrzejewski/Karakulak, war anschließend aber Verlass. Nachdem sich das Duo gegen Sereda/Eggers den hartumkämpften ersten Satz sichern konnte, ließen die beiden TTV-Akteure nichts mehr anbrennen und sorgten mit ihrem Sieg für den umjubelten Punktgewinn für den TTV.