TTV 1 nimmt Rückenwind mit und siegt zum Rückrunden-Auftakt

Das Regionalliga-Team des TTV hat an die hervorragenden Leistungen zum Ende der Vorrunde angeknüpft und auch das erste Spiel in der Rückrunde gewonnen. Gegen den TTC Vernich siegte das Team knapp, aber verdient mit 9:7 und hat damit den vierten Sieg in Folge eingefahren.

"Das war ein extrem wichtiger Sieg für uns und ein deutliches Signal an unsere Konkurrenten", freute sich TTV-Spieler Marco Grohmann. Mit dem Sieg vergrößerte der TTV den Abstand auf den Relegationsplatz auf drei und auf den Tabellenneunten aus Fehlheim gar auf fünf Punkte.

Gegen Vernich gelang unserer Mannschaft zu Beginn der Partie die erhoffte Führung nach den Doppeln, denn sowohl Jendrzejewski/Grohmann als auch Schmitt/Zulauf waren in ihren Matches erfolgreich.

In den ersten beiden Paarkreuzen kam es dann bei den anschließenden Einzeln jeweils zu einer Punkteteilung, wobei für Stadtallendorf Jendrzejewski und Janicki punkteten. Im hinteren Paarkreuz konnte der TTV dann das erste Ausrufezeichen setzen und die Führung auf 6:3 ausbauen. Dem erwarteten Sieg von Carsten Zulauf ließ Gregor Pociask dank einer überragenden Leistung gegen Offermann einen eher unerwarteten Punkt folgen.

Zu Beginn der zweiten Einzel-Halbzeit musste der TTV dann allerdings zwei Einzelniederlagen im vorderen Paarkreuz einstecken. Jendrzejewski, der gesundheitlich angeschlagen in die Partien am Wochenende ging, konnte den Vorrunden-Erfolg gegen Yordanov nicht wiederholen und auch Grohmann unterlag Mykietin. Als anschließend auch Jochen Schmitt gegen Abwehr-Stratege Ivanov verlor, war das Match beim Stand von 6:6 wieder völlig offen.

Wie gut, dass der TTV Adam Janicki in seinen Reihen hat. Der junge Angreifer knüpfte gegen den starken Todorov nahtlos an seine hervorragenden Leistungen vor Wochenfrist bei den hessischen Meisterschaften an und brachte den TTV wieder in Führung. Carsten Zulauf kämpfte sich nach verlorenem ersten Satz gegen Offermann zurück in die Partie, gewann den zweiten Satz mit 12:10 und die Sätze drei und vier recht sicher. Damit war dem TTV bei der 8:6-Führung zumindest schon ein Punkt sicher. Vorgenommen aber hatte sich der TTV zwei Punkte.

Gregor Pociask fand gegen den älteren der Mykietin-Brüder kein Konzept und verlöre deutlich, so dass Jendrzejewski/Grohmann zum Schlussdoppel gegen Yordanov/Mykietin in die Box mussten. Es entwickelte sich ein sehr ansehnliches Spiel auf höchstem Niveau, in dem Jendrzejewski/Grohmann im Spielverlauf immer stärker wurden und am Ende unter großem Beifall der 40 Zuschauer die Oberhand behalten konnten.

Nur einen Tag später reiste das Team zum Auswärtsspiel zum Tabellenzweiten nach Altena. In der Vorrunde könnte man die Partie in der heimischen Bärenbachhalle bei der unglücklichen 7:9-Niederlage sehr offen gestalten und stand gegen den großen Favoriten sogar kurz vor einem Punktgewinn. Knackpunkt damals waren die Doppel, die alle verloren gingen.

Der TTV hatte sich deshalb vorgenommen, von Beginn an sehr konzentriert in die Partie zu gehen. Dieses Vorhaben gelang auch, denn wie am Vortag gegen Vernich gewann der TTV auch in Altena zwei der drei Anfangsdoppel durch Jendrzejewski/Grohmann und Schmitt/Zulauf. Um Haaresbreite wäre auch noch ein dritter Sieg hinzugekommen, denn Janicki/Pociask spielten gegen das Spitzendoppel der Gäste Buch/Maiworm groß auf und verloren nur sehr unglücklich mit 10:12 Punkten im Entscheidungssatz.

Anschließend gingen für den TTV vier Einzel am Stück verloren, wobei die Niederlage von Jendrzejewski gegen Karakulak unerwartet und die von Grohmann gegen Buch unglücklich war. Nach diesen Spielverlusten keimte beim TTV dann wieder kurz Hoffnung auf als Zulauf gegen Jarkowski und Pociask nach Abwehr von 5 Matchbällen (!!!!!) gegen Wierzchowsky den TTV wieder auf 4:5 heranbrachten.

Jendrzejewski verlor weiterhin gehandicapt durch eine starke Erkältung auch seine zweite Partie und Marco Grohmann unterlag trotz zweier Matchbälle im fünften Satz denkbar knapp gegen Karakulak. Bei, Stand von 4:7 waren dann Schmitt und Janicki in ihren Partien gegen Wloczko und Maiworm chancenlos, so dass der TTV nach einer Siegesserie von vier Spielen erstmals wieder eine Niederlage einstecken musste. "Die tut aber alles andere als weh", sagte Mannschaftsführer Carsten Zulauf. "Gegen Altena darf man verlieren. Die wichtige Partie an diesem Wochenende war das Spiel gegen Vernich. Weil wir das gewonnen haben, fühlt sich das komplette Wochenende eher an wie ein Sieg."