TTV schrammt gegen Champions Düsseldorf knapp an Punktgewinn vorbei

 

Das war erneut eine klasse Vorstellung unserer Regionalliga-Jungs: Das Team konnte die Partie gegen den großen Favoriten TTC Champions Düsseldorf lange Zeit offenhalten und bewegte sich dabei fast über die gesamte Spieldauer auf Augenhöhe mit den Gästen. Umso ärgerlicher ist es, dass die Partie am Ende mit 6:9 verloren ging. „Leider haben wir heute alle Fünfsatz-Spiele verloren. Das war am Ende der entscheidende Faktor“, so Mannschaftsführer Carsten Zulauf.

 

Zu Beginn der Partie pokerte der TTV bei der Doppelaufstellung. Zwar ging der Plan nicht auf, dennoch waren alle drei Eingangsdoppel hart umkämpft. Jendrzejewski/Grohmann behielten gegen Chetinine/Müller in vier Sätzen zwar die Oberhand. Unglücklicherweise mussten sich aber sowohl Zulauf/Pindura als auch Janicki/Schmitt nach ansprechenden Leistungen jeweils im fünften Satz geschlagen geben.

 

Anschließend sorgte Jendrzejewski gegen Tran Le mit seinem siebten Sieg in Folge wieder für den Ausgleich. Dann aber zogen die Gäste aus der Landeshauptstadt auf 5:2 Spiele davon. Dabei hatten weder Grohmann noch Janicki und Schmitt in ihren Matches echte Siegchancen. Die aber hatte ein gut aufgelegter Filip Pindura in seiner Partie gegen den Tschechen Stepanek. Nach zwei Sätzen sah Pindura, der sich auch stark für die Nachwuchsarbeit im TTV einsetzt, wie der sichere Sieger aus. Dann aber riss der Faden und Pindura musste die Partie noch verloren geben. Carsten Zulauf siegte am zweiten Tisch gegen Halcour mit 3:1 und verkürzte damit zum Halbzeitstand von 3:6.

 

Als dann Jendrzejewski gegen Abwehr-Ass Chetinine auf verlorenem Posten stand und seine erste Saisonniederlage einstecken musste, schien die Partie beim Zwischenstand von 3:7 schon verloren. Doch dann zeigten die beiden „jungen Wilden“ des TTV was in Ihnen steckt. Marco Grohmann, der sich seit Wochen in ausgezeichneter Form befindet, behielt die Oberhand gegen Tran Le und gewann damit innerhalb von zwei Wochen zum zweiten Mal gegen einen deutlich höher eingestuften Gegner. Gleiches gelang Adam Janicki gegen Florian Wagner. Der Youngster kämpfte dabei nicht nur gegen seinen starken Gegner, sondern auch gegen einen kleinen Negativ-Trend aus einer Handvoll Niederlagen. Umso beeindruckender, wie Janicki das gelang und er gegen Wagner einen der besten Spieler im mittleren Paarkreuz besiegen konnte.

 

Anschließend stimmte Jochen Schmitt in das Sieges-Konzert mit ein. Er nutzte den Rückenwind und spielte sich gegen Patrick Leis in einen wahren Rausch. So ungefähr muss Schmitt gespielt haben, als er sich vor einigen Monaten den Titel des Hessenmeisters sicherte. Am Ende belohnte sich Schmitt auch gegen Düsseldorf mit einem nicht unbedingt erwarteten Punktgewinn und brachte den TTV auf 6:7 heran.

 

„Jetzt noch eine Überraschung im hinteren Paarkreuz und dann gehen wir ins Schlussdoppel“, so ein erwartungsvoller Zuschauer in der mit 60 Zuschauern einmal mehr gut besuchten Bärenbachhalle. Leider erfüllte sich der Wunsch des Zuschauers nicht. Zulauf verlor trotz drei Satzbällen den ersten Satz gegen Stepanek. Nach dem Gewinn des zweiten Satz führte Zulauf auch im dritten Satz, so dass Hoffnung aufkeimte. Schlussendlich musste er aber diesen Satz wie dann auch das gesamte Spiel noch abgeben.

 

Ein deja-vu sollte es dann bei Pinduras Partie gegen Halcour geben. Wie in seinem ersten Einzel führte Pindura bereits mit 2:0 Sätzen. Der Schiedsrichter rief infolgedessen bereits das Schlussdoppel auf. Doch das Match von Pindura sollte noch kippen, nachdem er den dritten Satz denkbar knapp verlor. In den Sätzen vier und fünf nutze sein Gegner das Momentum und so musste Pindura leider auch die zweite Einzelpartie an diesem Tag mit 2:3 Sätzen und der TTV die gesamte Partie mit 6:9 verloren geben.

 

„Wir haben heute gegen Düsseldorf und auch schon vor zwei Wochen gegen Altena richtig gut gespielt. Schade ist nur, dass wir immer um Haaresbreite an einem verdienten Punktgewinn vorbeigeschrammt sind“, so Jochen Schmitt. „ Auf der anderen Seite bin ich mir ziemlich sicher, dass wir gegen andere Mannschaften mit dieser Leistung auch punkten werden.“