Drahtseilnerven verhelfen TTV 3 zum ersten Erfolg in der BOL

Das war nichts für schwache Nerven - nach Abwehr von mehreren Matchbällen im Abschlussdoppel holte der TTV doch noch den Sieg gegen Kassel-Auedamm und feierte den ersten Saisonsieg in der Bezirksoberliga!
Es war ein Aufeinandertreffen der Generation. Der TTV, bei dem Michael Schick mit 53 Jahren das Küken der Mannschaft war, traf auf eine junge, sympathisch auftretende Kasseler Mannschaft, bei der das Durchschnittsalter bei etwa 30 Jahren lag. Die große Erfahrung der TTV-Spieler sollte an diesem Abend den Unterschied ausmachen.
Aber der Reihe nach. Die Doppelaufstellung war ein Garant des TTV-Erfolges, denn App/Schmittdiel und Schick/Kindermann brachten den TTV mit 2:1 in Führung. Diese konnte der TTV in der Folge durch Siege von App, Schmittdiel, Schick und Dörr schnell auf 6:3 ausbauen.
Zwei weitere Siege durch App und Schmittdiel in der zweiten Halbzeit markierten das 8:4 und bedeuteten mehrere Matchbälle. Michael Schick hatte den ersten Matchball auf dem Schläger und kam gut in die Partie, verletzte sich aber und so war der sicher geglaubte Sieg wieder in Gefahr.
Im hinteren Paarkreuz war nichts zu holen, obwohl Ersatzmann Charly Kindermann nach seinem Doppelsieg mit Michael Schick auch im Einzel sehr ordentliche Leistungen zeigte. So ging es in das Abschlussdoppel. Schnell führte unser Spitzendoppel App/Schmittdiel mit 2:0 Sätzen. Von da an lief aber nichts mehr. Rolf-Werner Schmittdiel bekam schwere Arme, sein sicherer Topspin Vorhand war wie weggeblasen und das Spiel drehte sich. Der fünfte Satz musste die Entscheidung bringen. Auch hier lief nichts mehr und der Gegner hatte beim Stand von 6:10 Punkten 4 Matchbälle.
Aber die Messe war noch nicht gelesen und wie von Zauberhand startete Stefan App die Aufholjagd und Rolf-Werner kam wieder ins Rollen .u. Das Duo machte jetzt sechs Punkte in Folge und sorgte für frenetischen TTV-Jubel am Ende. Ein Spektakel für alle Zuschauer, bei denen wir uns hier bedanken wollen (Jürgen und Walter).
Am Sonntag geht es jetzt zu unseren Freunden nach Adorf. Das wird schwer, zumal die Verletzung von Schick noch zu diagnostizieren ist. Aber mit so einer Einstellung kann der Klassenerhalt sicherlich erreicht werden.