Top-Leistung zum Saisonauftakt: TTV schlägt Bergneustadt in der Regionalliga

Der TTV ist furios in die neue Regionalliga-Saison gestartet. In der gut besuchten Bärenbachhalle gelang dem Team gegen das favorisierte Schwalbe Bergneustadt ein nicht erwarteter 9:5-Sieg. Adam Janicki feierte einen spektakulären Einstand im Trikot des TTV.

 

Die Gäste aus dem Bergischen Land wurden angeführt vom slowakischen Nationalspieler Peter Sereda und traten damit in Bestbesetzung in Stadtallendorf an. Der TTV fühlte sich in der Rolle des Underdog aber sichtlich wohl. 

 

Das neuformierte Spitzendoppel des TTV Jendrzejewski/Janicki spielte stark auf und siegte klar gegen Eggers/Altmann. Zeitgleich unterlagen Grohmann/Parris gegen Sereda/Kushov mit 1:3 Sätzen. Das wichtige Dreier-Doppel von Schmitt/Zulauf gegen Broda/Duda war anschließend ein ganz enge Geschichte - mit dem glücklicheren Ende für Schmitt/Zulauf. Zunächst vergaben Schmitt/Zulauf zwei Matchbälle, wehrten dann einen Matchball ab und nutzen dann die dritte Chance für den Spielsieg.

 

TTV-Spitzenspieler Jendrzejewski macht zu Beginn der Einzel kurzen Prozess und gewann gegen den Russen Kushov mit 3:0 Sätzen. Einen Fight auf Augenhöhe bot Marco Grohmann gegen Peter Sereda. Sereda hatte erst vor zwei Wochen beim Spiel der ersten Mannschaft von Bergneustadt in der Bundesliga ausgeholfen und dabei die aktuelle Nummer 25 der Weltrangliste besiegt. Marco Grohmann schaffte es immer wieder, seine punktbringende Vorhand einzusetzen und gewann die Sätze 1 und 3. Im entscheidenden fünften Satz fehlte für Grohmann nur eine Nuance zum Sieg, am Ende musste er diesen Satz mit 8:11 Punkten abgeben.

 

Im mittleren Paarkreuz folgte dann der erste Einsatz von Neuzugang Adam Janicki für den TTV. Und was die 16-jährige Nachwuchshoffnung am Tisch zeigte, war aller Ehren wert. Im Duell der Generationen ließ der junge Heuchelheimer dem Ex-Nationalspieler Vladislav Broda beim 11:5, 11:5 und 11:2 nicht den Hauch einer Chance. Der amtierende Hessenmeister Jochen Schmitt zwang sein Gegenüber Kevin Eggers in den fünften Satz, unterlag aber hier mit 7:11 Punkten.

 

Auch im hinteren Paarkreuz gab es eine Punkteteilung. Rückkehrer Carsten Zulauf egalisierte die Niederlage von Domenic Parris und sorgte so für die knappe 5:4-Führung des TTV zur Halbzeit.

 

Was dann die Nummer 1 des TTV zum Auftakt der zweiten Halbzeit gegen Sereda spielte, war wohl mit das Beste was jemals ein Spieler im Trikot des TTV gezeigt hat. Er begann furios und ließ dem Slowaken im ersten Satz beim 11:3 keine Chance. Vorentscheidend dann der zweite Satz: Hier wechselte die Führung ständig, beide Akteure hatten Satzbälle. Am Ende siegte Jendrzejewski unter frenetischem Beifall der Zuschauer mit 15:13. Der Verlust des dritten Satzes verschmerzte der Pole und machte im vierten Satz den Sack zu.

 

Marco Grohmann hatte dann gegen Kushov die Vorentscheidung auf dem Schläger. Wie schon im ersten Spiel zeigte er eine hervorragende Leistung und gewann auch viele spektakuläre "Rallies". Am Ende waren es aber die kleinen Punkte, die Grohmann nicht machte. So ging die Partie mehr als unglücklich mit 10:12 Punkten im Entscheidungssatz verloren.

 

Somit war die Partie beim Stand von 6:5 für den TTV weiter völlig offen. Nur eine knappe halbe Stunde später stand der TTV aber als Sieger der Partie fest.

 

Janicki knüpfte gegen Eggers nahtlos an seine starken Auftritt zuvor an. Er machte im ersten Satz einen 4:8-Rückstand wett und gewann diesen Satz noch mit 12:10. Danach agierte Janicki sehr souverän und abgeklärt und gewann auch die nächsten beiden Sätze. Ein mehr als gelungener Einstand für den jungen Spieler, der auf jeden Fall Lust auf mehr macht.

 

Damit war der Weg geebnet für die beiden Routiniers Schmitt und Zulauf. Schmitt hielt Broda in den Sätzen Drei und Vier sicher in Schach und Zulauf überwand eine kuriose Schwächephase in Satz Vier und gewann den Entscheidungssatz mit 11:3.

 

Am zweiten Spieltag empfängt der TTV am 30. September um 16:00 Uhr den stark einzuschätzenden Aufsteiger vom TTC Altena.