Sensation bei DM in Bamberg: Jochen Schmitt unter den besten 32 - und forderte Timo Boll heraus

Er ist der Spieler mit dem niedrigsten TTR in der Herren-Konkurrenz - aber offensichtlich auch derjenige mit der größten Motivation und dem größten Willen.

 

Jochen Schmitt hat die Tischtennis-Welt überrascht und ist in die Runde der besten 32 Spieler Deutschlands eingezogen.

 

Grundlage dafür: Sein 3:1 Sieg gegen Gözübüyök von Hertha BSC im ersten Spiel der Gruppenphase. Obwohl sein Gegner deutlich höher eingeschätzt wurde, war Jochen schnell Herr über die Partie und ging mit 2:0 Sätzen in Führung. Durch den Verlust des dritten Satzes ließ sich Jochen dann auch nicht aus der Ruhe bringen und gewann Satz Vier und damit die gesamte Partie.

 

Gold wert war dann der Satzgewinn von Jochen in der zweiten Partie gegen Gruppenfavorit Julian Mohr vom NSU Neckarsulm. Auch wenn er die Partie schlussendlich mit 1:3 Sätzen verlor, hatte der Satzgewinn zur Folge, dass er sich im letzten Spiel gegen Mainz05-Kapitän Dennis Müller sogar eine knappe Niederlage leisten konnte - um sich am Ende trotzdem noch für die KO-Phase zu qualifizieren.

 

Das Weiterkommen vor Augen, fand Jochen gegen Müller nur schwer in die Partie. Nach einiger Zeit fing er sich jedoch und feierte den heiß ersehnten Satzgewinn. Auch wenn er am Ende seinem Gegner mit 2:3 Sätzen knapp unterlag, belegte Jochen Platz 2 in der Gruppe und holte sich das Ticket für die KO-Runde.

 

Dort traf er auf keinen geringeren als die weltweite Tischtennis-Legende Timo Boll. "Alleine, dass ich unter Wettkampfbedingungen gegen ihn antreten durfte, war eine große Ehre für mich", so Schmitt. Und Jochen hielt sich bei der erwarteten 0:4-Niederlage durchaus tapfer. "Wenn man nur die schönen Punkte rechnet, dann ging es zumindest Unentschieden aus", sagte Jochen Schmitt mit einem Augenzwinkern.

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