TTV verpasst i-Tüpfelchen auf tolle Vorrunde

Beim letzten Spiel in der Vorrunde musste der TTV nach Köln-Porz anreisen. Der TTV begann furios und stellte einmal mehr seine Doppelstärke unter Beweis. Moritz/Grohmann machte sich das Leben gegen die unorthodox, aber gefährlich agierenden Fischer/Röll selber schwer, in dem sie den ersten Satz trotz hoher Führung noch aus der Hand nehmen ließen. Dennoch kämpften sich Moritz/Grohmann zurück in die Partie und gewannen am Ende denkbar knapp in fünf Sätzen. Zeitgleich "legten" Jendrzejewski/Zulauf das Doppel Eins der Gäste, Vainula/Pellny, etwas überraschend mit 3:0 und Pindura/Schmitt wurden ihrer Favoritenrolle gegen Bahr/Kaltchev gerecht.

Mit der Idealausbeute von drei Doppelsiegen im Rücken ging der TTV in die Einzel. Hier sollte sich aber zeigen, dass Köln-Porz nicht umsonst im Tabellenmittelfeld rangiert.
 
Fabian Moritz musste sich der Nummer 1 von Porz, dem estländischen Nationalspieler Vallot Vainula, mit 0:3 geschlagen geben. Patryk Jendrzejewski hatte gegen Thomas Pellny stark angefangen, konnte dieses Niveau aber leider nicht bis zum Schluss durchhalten, so dass er sein Spiel mit 11:9 im Entscheidungssatz abgeben musste.
 
Im mittleren Paarkreuz wollten anschließend Pindura und Grohmann die Niederlagen im vorderen Paarkreuz kompensieren. Pindura musste allerdings seinem Gegner Dennis Fischer, der durch etwas ungewöhnliche, aber spektakuläre Spielweise
auf sich aufmerksam machte, den Vortritt lassen und verlor mit 1:3. Als dann auch noch Marco Grohman, noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, überraschend gegen Andreas Bahr unterlag, ging Porz erstmals an diesem Abend in Führung.

Auch die TTV-Hoffnung, sich im hinteren Paarkreuz die Führung wieder zurückzuholen, wurde im Keim erstickt. Jochen Schmitt kam gegen den vom Q-TTR deutlich niedriger eingestuften Sebastian Röll, dessen Rückhandblock, ebenso wie bei Schmitt der beste Schlag war, nicht so richtig ins Spiel. Zwar schaffte er nach 0:2-Satzrückstand noch den Satzausgleich. Im fünften Satz müsste Schmitt von Anfang an einem Rückstand hinterherlaufen und schaffte es nun nicht mehr, die Stärken seines Gegners aus dem Spiel zu nehmen. So war es einzig Carsten Zulauf, der ausnahmsweise für Johannes Linnenkohl ins Team rückte, vorbehalten, den einzigen Einzelpunkt in der ersten Halbzeit zu erzielen. Nach Verlust des ersten Satzes änderte Zulauf die Taktik und spielte seinen Gegner Kaltchev konsequent in die schwächere Vorhandseite und gewann die Partie mit 3:1 Sätzen. Somit war beim Zwischenstand von 4:5 Spielen wieder alles offen.
 
Mut machte der Auftakt in die zweite Einzel-Halbzeit. Im Duell der Spitzenspieler behielt Jendrzejewski in einem hochklassigen Spiel gegen Vainula in fünf Sätzen die Oberhand und glich zum 5:5 aus. Die Freude währte allerdings nur kurz, denn zeitgleich unterlag Moritz im Duell der Linkshänder gegen Pellny mit 0:3. 
 
Weil der TTV dann auch im zweiten Durchgang im mittleren Paarkreuz ohne Punkte blieb, vergrößerte sich der Rückstand auf 5:8 Spiele. Zwei Punkte im hinteren Paarkreuz durch Schmitt und Zulauf hielten den TTV dann noch in der Partie und die Chance auf zumindest ein Unentschieden am Leben. 

Im Abschlussdoppel ließen die Gastgeber das TTV-Spitzendoppel Moritz/Grohmann nicht wirklich ins Spiel kommen und bestimmten das Geschehen an der Platte. Leider änderte sich das im Spielverlauf nicht mehr, so dass das Spiel deutlich an Vainula/Pellny ging.
 
"Wenn man es nicht schafft nach 3:0 Führung zumindest einen Punkt mit nach Hause zu nehmen, dann hat man es auch nicht verdient", zitierte Jochen Schmitt ganz nüchtern nach dem Spiel.
 
Trotzdem kann der TTV auf eine sehr starke Leistung in der Vorrunde zurückblicken - als Aufsteiger mit 12:6 Punkten als Tabellendritter in die Winterpause zu gehen, ist aller Ehren wert.