TTV erobert Platz 2 in der Regionalliga

Wieder volles Haus mit mehr als 50 Zuschauern
Wieder volles Haus mit mehr als 50 Zuschauern

Der TTV Stadtallendorf konnte am Sonntag den zweiten Sieg einfahren. Gegen den SSV Germania Wuppertal kam das TTV Team zu einem ungefährdeten 9:2 Sieg und kletterte auf den zweiten Tabellenplatz.

Der TTV musste auf sein etatmäßiges hinteres Paarkreuz verzichten, da Johannes Linnenkohl sich zeitgleich mir den besten Jugendlichen beim Top 48
maß. Jochen Schmitt trat bei den Bezirksmeisterschaften an und holte die Titel in Doppel und Einzel. Mit Gregor Pociask und Slawomir Karwatka standen zwei starke Ersatzspieler parat. Bei den Gästen fehlte die Nummer 6 Steinwachs. Bei den Wuppertalern kamen mit Ausnahme des Spitzenpaarkreuzes nur Spieler mit "Material" (Noppen bzw. Anti-Topspin) zum Einsatz, was in der Regionalliga einzigartig sein dürfte.

Nach den Doppel stand es 2:1 für den TTV. Das neuformierte Doppel Jendrzejewski/Karwatka konnte gegen das 1er Doppel Maiwald/Maiwald nach einem starken Auftritt einen 3:0 Erfolg und damit den ersten Big Point holen. Grohmann/Moritz gewannen souverän, wogegen Pindura/Pociask eine knappe Fünfsatzniederlage hinnehmen mussten.

In den Einzeln zeigte Patryk Jendrzejewski eine starke Leistung und kam zu einem nie gefährdeten 3:1 Sieg gegen Marian Maiwald. Vor allem sein paralleler Vorhand-Gegenspin konnte die etwa 50 Zuschauer mehrfach begeistern. Fabian Moritz startete etwas holprig in das Match und verlor gegen Marvin Maiwald den ersten Satz etwas unnötig wegen zu hoher Fehlerquote. Die nächsten drei Sätze gingen jedoch deutlich an Fabian, so dass der TTV 4:1 in Führung ging.

Im mittleren Paarkreuz konnte sich Marco Grohmann 3:0 gegen den Anti-Topspin Spieler Gester durchsetzen. Entscheidend war hier, dass der TTV Youngster den hart umkämpften zweiten Satz nach Rückstand mit 11:9 für sich entscheiden konnte. Geburtstagskind Filip Pindura zeigte in seinem Match gegen Noppenspezialist Skara mal wieder ein Spiel zwischen Genie und Wahnsinn. Unglaubliche Vorhandschläge mit Hochgschwindigkeit und leichtere Fehler, auch bedingt durch gute Platzierung des Gegners, hielten sich die Waage. Beim Stande von 10:7 im fünften Satz für Filip schien das Spiel nochmal zu kippen, denn Skara glich aus und erspielte sich seinerseits zwei Matchbälle. Wie üblich blieb Filip jedoch "eiskalt" und beendete das Match mit einem spektulären Vorhand-Endschlag ums Netz herum.

Gregor Pociask zeigte bei seinem Regionalliga Debüt eine souveräne Vorstellung und ließ dem Noppenspieler Klinke keine Chance. Im Spiel der beiden Routiniers zog Slawomir Karwatka mit 1:3 den Kürzeren. Sein Gegner Wolter bot emotionales Tischtennis und es wurde jedem Zuschauer deutlich, dass Motivation nicht altersabhängig ist. Die teilweise erheblichen Altersunterschiede im Tischtennis, zwischen Marco Grohmann und Slawomir Karwatka liegen ca. 35 Jahre, geben dem Sport einen besonderen Reiz.

Im zweiten Durchgang dominierte Patryk Jendrzejewski mit 3:0 seinen Gegner Marvin Maiwald über weite Strecken nach Belieben. Die Partie von Fabian Moritz gegen Marian Maiwald war dagegen deutlich enger und stand bei 9:9 im dritten Satz auf Messers Schneide. Fabian zeigte sich nervenstark und konnte mit einem sehenswerten Gegenspin den Satz sowie das Match mit 3:1 für sich entscheiden.

Nach dem 9:2 Sieg grüßt der TTV vom Vizerang. Die Tabelle kann eingerahmt werden, aber allen Spielern und Verantwortlichen des TTV ist klar, dass die starken Gegner noch kommen und die bisherigen vier Punkte für den Klassenerhalt benötigt werden. Für die Wuppertaler dürfte der Klassenerhalt eine schwere Aufgabe werden.

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