Neue TTV-Vereinsmeister gefunden

Traditionell zur Saisonvorbereitung fand am vergangenen Freitag die Vereinsmeisterschaft des TTV Stadtallendorf statt. Das 25-köpfige Teilnehmerfeld war wild bestückt mit Spielern unserer 1. Mannschaft bis hin zu Spielern vom TTV9. Die Pluspunkte für Spieler mit weniger QTTR-Punkten sorgten für spannende Zweikämpfe, die so manchen Oberligist zum stolpern brachten. Gespielt wurde in 5 Gruppen ehe die besten zwei im K.o.-System gegeneinander antraten. Außerdem wurde ein Doppelvereinsmeister gesucht.

 

In Gruppe 1, besetzt von Jochen Schmitt, Niklas Boos, Charly Kindermann, Eddy Mock und Jugendspielerin Viktoria Wilhelm, gab es leider keine Überraschung. Wilhelm spielte zwar ein tolles Turnier und verlor gegen Schmitt, Boos und Kindermann jeweils im Fünften" , musste sich am Ende jedoch den deutlich Erfahreneren geschlagen geben, wodurch sie letztlich doch nur" Platz 5 belegte. Die Tickets für die K.o.-Runde sicherten sich Schmitt auf Platz 1 und Boos auf Platz 2.

 

In Gruppe 2 sollten Carsten Zulauf, Daniel Malag, Nils Köpcke, Volker Hoos und Dieter Rose ihr rotes" Wunder erleben, denn Köpcke bezwang nicht nur die Spieler, die eine Klasse unter ihm spielen souverän, sondern setzte sich nach hartem Kampf gegen seinen alten Trainer Daniel Malag mit 3:2 durch. Im Spiel gegen Zulauf sah der Mann vom TTV1 ziemlich schlecht aus. Er unterlag der Nummer 3 des TTV5 deutlich mit 0:3. So hieß der Gruppensieger Nils Köpcke, vor Carsten Zulauf auf Platz 2.

 

Mit Rolf-Werner Schmittdiel, Walter Grohmann, Marius Hießerich, Reinhold Schickmann und Josef Ittner wurde die auf dem Papier leistungsdichteste Gruppe besetzt. Trotz dieser Leistungsdichte gab es auch hier keine großen Überraschungen. RWS" verlor das Eröffnungsspiel gegen Grohmann und auch gegen Hießerich hatte er seine Probleme. Hießerich gelang es bei Satzführung Schmittdiel immer wieder auszugleichen und zwang diesen so in den Entscheidungssatz, welchen Schmittdiel dann mit all seiner Erfahrung doch noch gewann und auf Platz 2 hinter Walter Grohmann in die Runde der letzten 10 einzog.

 

Gruppe 4 hatte einen klaren Favoriten: Marco Grohmann. Dahinter allerdings versprach der Kampf um das K.o.-Runden Ticket Spannung. Thomas Heidmann, Walter Zirkler, Marcel Miss und Werner Krupa wollten nach 4 Spielen noch nicht die Segel streichen. Krupa unterlag den erstgenannten zwar, doch gaben die sich einen regelrechten Schlagabtausch. Man konnte zu keinem Zeitpunkt sagen Der wird zweiter", denn sie alle kämpften um jeden Satz, so kam es das jeder zwei Siege und zwei Niederlagen zu verbuchen hatte und das Satzverhältnis für Entscheidung sorgen musste. So kam es, dass sich unser Rollstuhl-Ass Marcel Miss mit 8:7 Sätzen vor Zirkler (8:8) und Heidmann (8:9) positionierte. Gruppensieger wurde wie zu erwarten Marco Grohmann.

 

Gruppe 5 war wohl die durchschnittlich jüngste Gruppe. Mit Neuzugang Filip Pindura, Manuel Weitzel, Patrick Benner, Fabian Mann und Max Dörr ging sie auf die Reise. Auch hier blieben große Überraschungen aus. Pindura holte sich schnell den Gruppensieg und für die beiden jungen Männer Mann und Dörr ging es nur darum den jeweils anderen zu besiegen, was zur Folge, dass es im Kampf um Platz zwei zum Duell zwischen Benner und Weitzel kam. Hier zog Benner hinter Pindura in die Finals ein.

In der Zwischenrunde musste sich Miss Schmittdiel geschlagen geben und auch Benner kam gegen Zulauf nicht weiter.

 

Deutlich spannender sollten dann aber die Viertelfinals werden: 4 Spiele, 4 Fünfsatzkrimis. An Tisch 1 musste sich Boos gegen Pindura geschlagen geben, zeitgleich verlor Schmittdiel gegen Schmitt an Tisch 2. Köpcke, der den Tag der Tage erwischt hatte, konnte seine Siegesserie auch nicht weiter fortsetzen und verlor 2:3 gegen Marco Grohmann, dessen Vater sich gegen Zulauf auch mit 3:2 durchsetzte.

 

Im Halbfinale kam Neuzugang Pindura ein weiteres Mal auf den Prüfstand; mit Bravour. Er zog gegen Schmitt mit 3:1 ins Finale ein, welches er gegen den Sieger des Vater-Sohn Duells Walter gegen Marco bestreiten sollte. In diesem Duell setzte sich der Sohn Marco, der über die Sommerpause seine Topform aufrecht erhielt, deutlich mit 3:0 durch.

 

Jetzt stand Filip Pindura vor seiner härtesten Prüfung. Das Spiel fing an mit zwei engen Sätzen und die beiden teilten sich bis dahin die Punkte zum 1:1. Im weiteren Spielverlauf begann Grohmann die überhand zu gewinnen, wodurch er sich das 2:1 holte. Kann Pindura da nochmal zurückkommen ? Nein. Nach großem Kampf und zwei phänomenalen Ballwechseln heißt der Vereinsmeister 2015 wie bei so vielen Spielen in diesem Jahr Marco Grohmann.

 

Im Doppel gab es einige Freilose, weshalb es eine kleine Zwischenrunde geben musste bis alle der insgesamt 11 Doppel starten durften. Hier setzten sich Pindura/Krupa gegen Weitzel/Zirkler durch. Auch Eller/Mann bezwangen Rose/Wilhelm. Als drittes Team folgten Grohmann/Dörr gegen Kindermann/Benner ins Viertelfinale.

 

Schmitt/Ittner starteten gegen Pindura/Krupa durch und zogen als erstes ins Halbfinale ein. Dort trafen sie auf den Gewinner einer sehr hart umkämpften Party: Schmittdiel/Miss gegen Malag/Hießerich. Am Ende setzten sich der Trainer und sein Schützling durch. Boss/Köpcke hatten gegen Eller/Mann einen einfachen Turnierauftakt, weshalb sie ebenfalls ins Halbfinale einzogen. Auch im Doppel kam es zum Vater-Sohn-Duell. Walter Grohmann setzte sich hier mit Reinhold Schickmann gegen seinen Sohn Marco und Max Dörr durch.

 

Im Halbfinale waren Boos/Köpcke weiter auf dem Durchmarsch und spielten sich gegen Grohmann/Schickmann ins Finale. An der anderen Platte war es nicht so eindeutig: Zwar schien es als ob Schmitt/Ittner leichtes Spiel haben doch nach 2:0-Führung für die beiden, schienen bei Malag/Hießerich die Alarmglocken zu läuten und alle Probleme in der Abstimmung schienen vergessen. Sie gewannen die nächsten beiden Sätze deutlich und glichen schnell zum 2:2 aus, doch im Fünften" blieben Schmitt/Ittner standhaft und hatten in den entscheidenden Situationen das Netz auf ihrer Seite. So standen im Doppelfinale Boos/Köpcke und Schmitt/Ittner.

 

Dieses Spiel verlief ähnlich wie das eben beschrieben Halbfinale. Schmitt/Ittner schaften es auch hier in Führung zu gehen. Doch Boos/Köpcke waren gewarnt, weshalb sie jetzt alles daran setzten auszugleichen und sogar in Führung zu gehen. Nach einem Umkämpften zweiten Satz gewannen sie Satz 3 deutlicher und erhöhten auf 2:1. Man merkte, dass Schmitt/Ittner die Luft ausging und daher spielten Boos/Köpcke den 4. Satz clever zum 3:1 Endestand. Verdient heißt der Doppelvereinsmeister Boos/Köpcke.


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