Zum Tode von Karl "Charly" Glorius

Der TTV Stadtallendorf trauert um sein Ehrenmitglied Karl Glorius, der im Alter von 79 Jahren am 29.06.2015 verstorben ist. Wir sind bestürzt über den überraschenden Tod und denken dankbar an seine fast 50 jährige Mitgliedschaft und seinen Einsatz für den Tischtennissport.      

 

Charly kam am 01.04.1968 von Neustadt zu den TT-Freunden Rohrborn. Zu dem Zeitpunkt war als Abwehrspieler und „Barna-Brettchen Spieler“ Leistungsträger im Verein und im Kreis als Gegner gefürchtet. Am 25.04.70 übernahm er die Geschicke als TT-Abteilungsleiter und hat als starker Befürworter dann ein Jahr später auch wesentlich zu der Fusion mit Fortuna Stadtallendorf im Mai 1971 beigetragen. Er führte den neuen Verein Fortuna-R. 1966 Stadtallendorf als Abteilungsleiter noch bis 1982 und prägte insbesondere auch die sportlichen Erfolge bis in die Gruppenliga.   

 

Karl Glorius war damals der Macher, sorgte für die gute Stimmung im Verein und lenkte die sportlichen Ambitionen. In der ersten Mannschaft war er lange Jahre Leistungsträger und förderte besonders die jüngeren Leute. Er war auch im Spiel sehr ehrgeizig, kämpfte immer bis zum Letzten und mit allen erlaubten Mitteln, gab nie ein Spiel auf und wollte immer gewinnen. Der Erfolg des Vereins stand dabei aber immer im Vordergrund. Wir hören ihn heute noch bei vielen Spielen schimpfen, wenn es mal nicht so klappte. Dann rief er:  „schon wieder Finger, Kante oder Netz“.

 

Charly war ein sehr gutmütiger, immer lustiger und dazu ein großzügigere hilfsbereiter Mensch. Mit dieser Einstellung war er bei vielen Mitgliedern beliebt und auch als Ratgeber anerkannt.

Er liebte es im Vereinslokal kleine Witzchen zu erzählen oder auch nach dem Sport das Skatblatt in die Hand zu nehmen. Er war auch mit seiner Familie Anfang der Achtziger stark an der beginnenden Partnerschaft mit St.Ives beteiligt, obwohl er kaum ein Wort Englisch sprach. Charly ist auch heute noch in England bei unseren Freunden als „the smiler“ and „chimnysweeper“ bekannt.    

 

Mit nie versagendem Idealismus hat er sein Wissen und Können in den Dienst unseres Vereins gestellt. In den Anfangsjahren als ich die Abt.Leitung übernahm, konnte ich mir immer Rat holen. Auch die zweite Fusion zum TTV Stadtallendorf mit der TT-Abteilung der TSV Eintracht hat er aktiv begleitet und geholfen, diese zum Erfolg zu führen. Für seine Verdienste wurde er am 21.05.2011 zum Ehrenmitglied ernannt.   

 

Ende der 90er Jahre musste Charly den Schläger an den sogenannten Nagel hängen, weil der Rücken und die Schulter nicht mehr mitmachten. Obwohl er gesundheitlich stark angeschlagen war, hat er sich immer sehr für das Geschehen im Verein interessiert. Bei vielen Heimspielen unserer Ersten war er als Zuschauer zu Gast. Nicht nehmen lies er sich die Teilnahme am traditionellen Vereins-Skatturnier „zwischen den Jahren“. Hier war er mehrfach Sieger und hat in 20 Jahren nie gefehlt.    

 

In den Stunden ernster Arbeit, so gut wie in den Stunden froher Entspannung hat er mit seiner ausgeprägten Ruhe und Sachlichkeit und seinem Humor uns immer zum Lachen gebracht und zum Gemeinsinn und Freundschaftsgeist beigetragen.


Er wird uns sehr fehlen, denn Menschen seiner Qualität begegnet man nicht mehr allzu oft.

 

Wir werden ihn in ehrendem Andenken behalten, das ist selbstverständlich, und wir wollen ihm danken für alles, was er uns gegeben hat. In diesem Sinne werden wir Charly nicht vergessen. Karl Glorius hinterlässt seine Ehefrau Helma, seine Tochter Petra mit Ehemann Klemens, seinen Sohn Hans-Georg mit Ehefrau Martina und Enkelsohn Maximilian und noch zwei lebende Geschwister.    


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